Wärmebrücken & Dampfdiffusionsbrücken Programm AnTherm Version 6.115 bis Version 8 

[ ← ] [ ↑ ] [ → ] [Inh]

Solver Parameter (Dialog)

Solver ParameterIm Solver Parameter Dialog werden die Einstellungen vorgenommen welche die Lösung des Gleichungssystems im Detail steuern. Die voreinstellten Werte wurde so gewählt dass in den meisten Fällen keine Änderung erforderlich ist.

Beim vorliegen der DAMPF-Option bzw. der harmonischen Option HARMONIC / TRANSIENT wird hier auch entschieden ob die Lösung der Wasserdampfdiffusion- bzw. auch der Harmonischen-Aufgaben erfolgen soll.

Die wichtigste Einstellung stellt die Festlegung der Abbruchbedingung dar welche die gewünschte Genauigkeit der Lösung bestimmt. Dieser Parameter beeinflusst direkt den leitwertbezogenen Schließfehler der die Qualität und Genauigkeit der Ergebnisse wiedergibt.
Weitere Einstellungen dienen zur Optimierung der Effizienz (Rechenzeit) des Rechenvorganges.

Im Reiter Erweitert können die Solver-Parameter im Detail bearbeitet oder zusätzliche Einstellungen, im wirklichen Spezialfall, angepasst werden.

Anmerkung: Die Festlegung ob der Solver parallel auf mehreren Prozessoren ausgeführt wird erfolgt in den Programmeinstellungen.

 


Steuerparameter der Lösungsiterationen (Iterationssteuerung)
Abbruchbedingung (Delta) Liegt kontinuierlich die größte Temperaturveränderung (des auf das Werteinterwal 0.0 - 1.0 normierten Temperaturinterwals) unterhalb dieser Bedingung wird die Iteration als ausreichend genau angenommen.

Je kleiner dieser Wert desto genauer die Berechnung bei ggf. längerer Rechenzeit.

In den Programmeinstellungen: Delta
Wertebereich: [5.0*10-14 , 1.0]

Maximalzahl der Iterationsschritte Wird diese Zahl der Iterationen überschritten bricht das Programm die Berechnung ab ohne eine Lösung zu ermitteln.

Anmerkung: Bei erneutem Rechenlauf wird immer von 0 weg gezählt.

Diese Zahl ist ab AnTherm Version 8 auf 1 Milliarde fix eingestellt und kann vom Benutzer nicht mehr verändert werden.

Mindestzahl der Iterationen unterhalb der Abbruchbedingung Gibt die Zahl der Iterationen bei welchen die Abbruchbedingung "Delta" fortlaufend unterschritten werden muss bevor die Iteration als genau angenommen und beendet wird.

In den Programmeinstellungen: MinItNoBelowDelta
Wertebereich: [1 , 10000]

Relaxationsfaktor f.d. Voriteration Wert des Releaxationsfaktors ω für die anfänglichen "StartItNo" der Iterationsschritte.

In den Programmeinstellungen: StartOmega
Wertebereich: [1.0 , 2.0]

Anzahl der Voriterationen Gibt die Zahl der der Iterationen die anfänglich, vor der Überrelaxation mit der automatischen Steuerung des Relaxationsfaktors, durchgeführt, mit dem Konstanten Relaxationsfaktor "StartOmega", werden sollen (die Voriteration).

In den Programmeinstellungen: StartItNo
Wertebereich: [0 , 1000000]

Relaxationsfaktor f.d. Nachiteration Wert des Releaxationsfaktors ω für die finalen "FinalItNo" der Iterationsschritte.

In den Programmeinstellungen: FinalOmega
Wertebereich: [1.0 , 2.0]

Anzahl der Nachiterationen Nach dem "MinItNoBelowDelta" fortlaufenden Iterationen bei welchen die Abbruchbedingung "Delta" unterschritten wurde, werden noch "FinalItNo" Nachiterationen mit dem "FinalOmega" Relaxationsfaktor durchgeführt (glätten der Temperaturverteilung)

In den Programmeinstellungen: FinalItNo
Wertebereich: [0 , 1000000]

Anzahl der Iterationen der Änderungstendenz vom Delta Anzahl der letzten Iterationsschritte für welche die Änderungstendenz von Delta beobachtet wird.

In den Programmeinstellungen: DeltaTraceItNo
Wertebereich: [2 , 99], Derzeit darf nicht verändert werden (Read Only) = 10


Steuerparameter der dynamischen Anpassung des Relaxationsfaktors (ω) (Releaxtionsfaktor-Steuerung)
Faktor für die Bestimmung des größten Relaxationsfaktors ωmax Gewichtungsfaktor für die Bestimmung des ωmax welches größer als optimales Omega ωopt ist.

ωmax =  ωopt - l * (ωopt - 1) * (ωopt - 2)

In den Programmeinstellungen: OmegaMaxFactor
Wertebereich: ≥ 0.0

Faktor für die Bestimmung des kleinsten Relaxationsfaktors ωmin Gewichtungsfaktor für die Bestimmung des ωmin welches kleiner als optimales Omega ωopt ist.

ωmin =  ωopt + k * (ωopt - 1) * (ωopt - 2)

Omin = Oopt - k*(Oopt-1)*(Oopt-2)

In den Programmeinstellungen: OmegaMinFaktor
Wertebereich: ≥ 0.0

Anzahl der Schritte zwischen ωmin und ωopt Bestimmt die Geschwindigkeit des Ansteigens des Überrelaxationsfaktors.

In den Programmeinstellungen: OmegaMinOptItNo
Wertebereich: [2 , 1000]

Delta Verlauf ItNo Anzahl der letzten Iterationsschritte für welche die Änderungstendenz von Delta beobachtet wird.

In den Programmeinstellungen: DeltaTraceItNo
Wertebereich: [2 , 99]

Anzahl der Schritte vor dem Zurücksetzen (ω Veto) Trotz einer möglichen Divergenz der Überrelaxation wird das Relaxationsfaktor ω erst nach dieser Zahl der Iterationsschritte erneut auf das ωmin Zurückgesetzt.

In den Programmeinstellungen: OmegaVetoItNo
Wertebereich: [2 , 1000]


Steuerparameter der Bestimmung des optimalen Relaxationsfaktors ωopt)
Abbruchbedingung (Delta) Liegt die größte Änderung aller Elemente des Eigenwerktors der Gleichungsmatrix unterhalb dieses Wertes, wird die Bestimmung des optimalen Relaxationsfaktors ωopt als ausreichend angenommen und in die weitere Berechnung übernommen.

In den Programmeinstellungen: OmegaDelta
Wertebereich: [5.0*10-14 , 1.0]

Maximalzahl der Eigenvektor-Iterationsschritte Wird diese Zahl der Iterationen bei der Bestimmung des optimalen Relaxationsfaktors ωopt überschritten bricht das Programm die Berechnung ab und übernimmt das erreichte Ergebnis in die weitere Berechnung.

In den Programmeinstellungen: OmegaMaxNoOfIterations
Wertebereich: [0 , 1000000]


Steuerparameter der Dampfdiffusionsberechnung
Die Dampfdiffusionsaufgabe Lösen Mit dieser Einstellung können Sie entscheiden ob das Programm auch die Lösung der Dampfdiffusionsaufgabe erstellen sollte. Dient auch zur Unterdrückung der Erstellung einer Dampfdiffusionslösung auch wenn alle zur Durchführung einer solchen Lösung notwendigen Daten eingegeben wurden.

In den Programmeinstellungen: "Dampf Diffusion Aufgabe lösen"
Anmerkung: Diese Einstellung steht nur beim Vorhandensein der Lizenz-Feature DAMPF2DIM bzw. DAMPF3DIM zur Verfügung.


Steuerparameter der Instationären, Periodischen, Harmonischen Berechnung
Instationäre, Periodische Aufgabe Lösen Mit dieser Einstellung können Sie entscheiden ob das Programm auch die Lösung der Instationären, Periodischen, Harmonischen Aufgabe erstellen sollte. Dient auch zur Unterdrückung der Erstellung einer dynamischen Lösung auch wenn alle zur Durchführung einer solchen Lösung notwendigen Daten eingegeben wurden.

In den Programmeinstellungen: "Instationäre Aufgabe lösen"
Anmerkung: Diese Einstellung steht nur beim Vorhandensein der Lizenz-Feature HARMONIC bzw. TRANSIENT zur Verfügung.

Jahr (365 Tage)
Tag (24 Stunden)
Eingabe (Sekunden)
Legt fest für welche Periodenlänge (Jahr, Tag oder Eingabe) die harmonische Aufgabe gelöst werden soll.
Die eizugebende Periodenlänge ist in Sekungen einzugeben (1..99999999).

In den Programmeinstellungen: "PeriodYearActive", "PeriodDayActive", "PeriodCustomActive"
Anmerkung: Diese Einstellung steht nur beim Vorhandensein der Lizenz-Feature HARMONIC oder TRANSIENT zur Verfügung.
Anmerkung
: Weitere Periodenlängen könne in den erweiterten Einstellungen des Solvers (in Sekunden) beim Bedarf eingegeben werden.

# Harmonische
Jahr/Tag/Eingabe
Legt fest wie viele Harmonische der jeweiligen Periodenlänge bei der Lösung der harmonische Aufgabe berechnet werden sollen:
Für Jahr höchstens 365 Harmonische,
für Tag höchstens 24 Harmonische,
für die Eingegebene höchstens 1000 Harmonische.

Beim alleinigen vorliegen der HARMONIC Option (ohne TRANSIENT) werden höchstens die ersten 6 Harmonischen berechnet.

In den Programmeinstellungen: "PeriodYearHarmonics", "PeriodDayHarmonics", "PeriodCustomHarmonics"
Anmerkung: Diese Einstellung steht nur beim Vorhandensein der Lizenz-Feature HARMONIC oder TRANSIENT zur Verfügung.

Anmerkung: In der aktuellen Implementierung wird die gleiche Zahl der Harmonischen für alle Randbedingungen berechnet ungeachtet ob diese Harmonischen für die Auswertungen benötigt werden.


 
Fortsetzung der Berechnung erzwingen Beim Einlesen einer bereits vorhandenen Lösung wird diese als "Ungelöst"  markiert und die Fortsetzung der Berechnung angeleitet. Die Berechnung wird mit den vorliegenden Ergebnissen fortgesetzt.

Die Einstellung wird nicht gespeichert und wird bei jedem Lauf zurückgesetzt.

Anmerkung: Beim vorliegen einer gültigen Lösung wird der Berechnungsschritt im Normalfall übersprungen. Mit diesem Schalter wird die Berechnung auf jedem Fall angeleitet um z.B. erneutes Glätten der Ergebnisse (Nachiterationen) zu erzwingen.

Zurücksetzen
 
Die Einstellungen werden auf die Werte der programmweiten Einstellungen zurückgesetzt
Als Standard setzen
 
Die Werte der programmweiten Einstellungen werden auf die in diesem Dialogfenster eingegebenen gesetzt
Vom anderen Projekt...
 
Die in einem anderen Projekt gespeicherten Solver-Parameter werden in das aktuelle Projekt übernommen.
Dieses Dialogfenster beim Bedarf immer automatisch anzeigen Wenn diese Marke gesetzt ist, wird das Dialogfenster auch automatisch vor jedem Rechenlauf angezeigt.

Die Solver-Parameter werden in der Projektdatei gespeichert.

Anmerkung: Die Bestimmung des optimalen Relaxationsfaktors Omega gewinnt an Wichtigkeit bei sehr großen und gegebenenfalls auch schlecht konvergierenden Fällen. Es empfiehlt sich gegebenenfalls die Parameter, die die Berechnung eines Näherungswertes des optimalen Relaxationsfaktors bestimmen, so zu verändern, dass diese Bestimmung mit höherer Genauigkeit (z.B. 10-7) und mit mehr Iterationsschritten (z.B. 5000) erfolgt. Die Voreinstellung mit nur 250 Iterationen dient lediglich einer sehr groben Bestimmung eines Näherungswertes, welches weit von dem optimalen Wert liegen kann. Besonders in Mehrraumfällen empfiehlt es sich den optimalen Relaxationsfaktors genauer zu bestimmen, da die Überrelaxation mehrmals (für jedes Raum) ausgeführt wird! Mit dem nahezu optimalen Relaxationsfaktor kann das Konvergenzverhalten sehr stark beschleunigt werden!

DAMPF-Option: Die Analyse der mehrdimensionalen Wasserdampf-Diffusionsvorgänge ist nur mit der DAMPF-Option des Programms möglich..

Ausführen des Solvers auf mehreren Prozessoren

Das Ausführen des Solvers auf mehreren Prozessoren (bzw. Prozessorkernen) verbessert die Rechenperformance und daher (im Normalfall) verkürzt die notwendige Rechenzeit. Das Multiprozessorverhalten des Solvers wird mit den entsprechenden Anwendungseinstellungen gesteuert.

MULTICORE-Option: Das verteilen Verteilen der rechenintensiven Aufgaben auf mehreren Prozesseren bzw. Prozessorkernen ist nur mit der MULTICORE-Option des Programms möglich.. MULTICORE Option im AnTherm

Erweiterte Solver-Parameter

Im Reiter Erweitert können die Solver-Parameter im Detail bearbeitet werden.

Parametereinstellungen die aus mehreren Teilparametern sich zusammensetzen sind mit einem kleinen Pluszeichen an der linken Seite markiert. Durch das Klicken auf das Pluszeichen werden die Teilparameter "aufgeklappt" und zur Bearbeitung angeboten.

Im unteren Bereich des Fensters wird eine Erläuterung des aktuell zur Bearbeitung ausgewählten Parameters angeboten. Die Höhe dieses Erklärungsfeldes kann durch das verschieben der darüber liegenden Trennleiste verändert werden.

Wichtig: Die Einstellungen des instationären, harmonischen Solvers sind in der Gruppe "Instationärer Solver" zusammengefasst. Die voreingestellten werte sollten nicht verändert werden. Die Möglichkeit diese Parameter zu verändern dient nur zur Test- und Diagnosezwecken.


Steuerparameter des instationären, harmonischen Solvers
PeriodDayActive Anforderung einer harmonischen Berechnung der Tagesperiode.
Voreinstellung: False
PeriodYearActive Anforderung einer harmonischen Berechnung der Jahresperiode.
Voreinstellung: False
PeriodsAdditionalString Anforderung von harmonischen Berechnungen zusätzlicher Perioden in Sekunden (mit Leerzeichen getrennt).
Voreinstellung: ""
PeriodsCount Anzeige der Zahl der zu berechnenden Perioden
PeriodString Anzeige der Liste der zu berechnenden Periodenlängen
iomegpars Derzeit ohne bedeutung.
Voreinstellung: "/i0"
Wichtig: Bitte nicht ändern
isorpars Iterationssteuerung des instationären, harmonischen Solvers
Voreinstellung: "/O0 /o(1.20:-0.05) /d.0000001 /i300000 /I10"
Wichtig: Bitte nicht ändern
isorpost Iterationssteuerung Nachiteration des instationären, harmonischen Solvers
Voreinstellung: "/O0 /o1 /d.0000001 /i300000 /I15"
Wichtig: Bitte nicht ändern
Die Einstellungswerte in Kursivschrift werden unverändert direkt an den Solver übergeben. Bitte nicht ändern.

Anmerkungen:

  • Die höchste Periodenzahl die vom Solver bearbeitet werden kann ist mit 2000 begrenzt.
  • Die Periodenlängen (auch der höheren Harmonischen) werden als Ganzzahl (Sekunden, 1..99999999) geführt.
  • Die "Periods" Array wird mehr als nur die ersten 6 Harmonischen erhalten wenn die TRANSIENT Option aktiv ist.
    Zusätzliche Periodenlängen werden angefügt nur beim Vorhandensein der TRANSIENT-Option.

 

Siehe auch: Programmeinstellungen, Feinraster Parameter, Die Überrelaxation, Solver Fenster


 Wärmebrücken in 2D und 3D berechnen und untersuchen mit AnTherm®  

[ ← ] [ ↑ ] [ → ] [Inh

 Copyright © Kornicki Dienstleistungen in EDV & IT

2017-03-22 12:04 +0100