Wärmebrücken & Dampfdiffusionsbrücken Programm AnTherm Version 6.115 - 8.133 

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Import einer DXF Datei - Voraussetzungen

Steht die Geometrie einer Baukonstruktion in Form einer DXF-Datei zur Verfügung (z. B. mit Autocad oder einem anderen CAD-Programm aufbereitet), so kann diese importiert und als Vorlage für ein Bauteilmodell benutzt und werden. Es können nur DXF-Dateien, die für das Einlesen in AnTherm besonders aufbereitet wurden, importiert werden. Im folgenden sind alle Anforderungen, die bei der Erstellung von DXF-Dateien, die für den Import in Programm AnTherm geeignet sein sollen, einzuhalten sind, aufgelistet.

Achtung: AnTherm 8.132

 

In der neuen Version wurde die DXF-Import-Funktion erweitert. Nun werden auch Schrägen und Rundungen übernommen.

Zur Vorbereitung von 2D-Projekten gilt nun:

  1. Die Polylinien müssen nicht mehr achsenparallel sein.
  2. Es werden auch einfache Linien übernommen, sofern diese zu Polylinien kombiniert werden können.
  3. Es können auch Kreise, Ellipsen und Kreisbögen verwendet werden.
  4. Polylinien, deren Layer-Bezeichnung mit „Raum“ oder „Space“ beginnt, werden automatisch als Raumelemente interpretiert.

Die restlichen Anforderungen wie bei den vorigen Versionen (siehe unten). Hinweis: Wir übernehmen keine Schraffuren!

 

Anforderung an den Inhalt der DXF-Datei

Das Programm konvertiert die Inhalte von DXF-Dateien in ein Bauteilmodell. Da ein wesentliches Merkmal für die Inhalte des Bauteilmodells die eindeutige Zuordnung von Wärmeleitfähigkeits-Werten zu bestimmten Bereichen der Baukonstruktion ist, diese Zuordnung aber üblicherweise nicht unmittelbar per CAD-Eingabe erfolgt, muss der Inhalt der für die Weiterverarbeitung durch das Programm bereitgestellten DXF-Dateien gewissen, streng vorgegebenen Kriterien entsprechen.

Hinsichtlich der Inhalte der DXF-Datei ist Folgendes zu beachten:

  1. Eingelesen werden nur Polylinien. Alle anderen koordinatenbehafteten Inhalte der DXF-Datei (Linien, Punkte, Beschriftungen, Blöcke, Schraffuren, etc.) werden überlesen.
     
  2. Weiterverarbeitet werden nur geschlossene Polylinien mit achsenparallelen Seiten. Polylinien mit zu den Achsen schräg verlaufenden Seiten sowie Polylinien, die nicht als geschlossen deklariert sind, werden entfernt. (Ausnahme: sind die Koordinaten des ersten Punktes der Polylinie ident mit jenen des letzten Punktes, so interpretiert das Programm diese Polylinie als geschlossen und nimmt sie zur Weiterverarbeitung an.)

    Hinweis
    : Die Polylinien der DXF-Datei dürfen nicht selbstschneidend sein! Die Verwertung selbstschneidender Polylinien durch das Programm führt auf unsinnige Ergebnisse.
     
  3. Die Angaben bezüglich Layer, Linientyp und Farbe der Polylinien werden durch das Programm übernommen und auf eine bestimmte Weise interpretiert.

    Polylinien mit gleicher Layer-Nummer werden insofern als zusammengehörig interpretiert, als den von ihnen umschlossenen Bereichen der gleiche Baustoff (und damit die gleiche Wärmeleitfähigkeit) zugeordnet wird. Als Baustoff-Bezeichnung wird von AnTherm der Layer-Name übernommen.

    Analoges gilt für Polylinien gleichen Linientyps oder gleicher Farbe. Die Gruppierung nach Baustoffen muss jedoch entweder nach Layer-Nummern oder nach Linientyp oder nach Farbe erfolgen. Ein Mischen der Gruppierungsart ist nicht erlaubt!
    Hinweis: Konsequentes Anwenden eines Namensschemas, welches einer eigens dafür vorbereiteten, ggf. standardisierten Baustoffliste folgt, erlaubt dann sogar automatisches Ergänzen der Baustoffdaten um die physikalischen Angaben - siehe Baustoffe Aller Elemente Austauschen (in der Baustoffliste).

    Durch die gezielte Verwendung von Layern, Linientypen oder Linienfarben besteht zudem die Möglichkeit der Generierung von Zuordnungen zu Bauteilgruppen. Polylinien mit gleicher Layer-Nummer, gleichem Linientyp oder gleicher Farbe können durch das Programm einer Bauteilgruppe zugeordnet werden. Die Layer-, Linientyp- oder Farbbezeichnung wird als Bezeichnung für die Gruppe übernommen.

    Natürlich ist darauf zu achten, dass die Verwendung von Layer-Nummer, Linientyp und Linienfarben zu sinnvollen und hilfreichen Gruppierungen führt. Es wird empfohlen, die Layer-Information für die Zuordnung der Polylinien zu Baustoffen zu reservieren und - sofern notwendig und gewünscht - den Linientyp als Gruppierungsmittel in Hinblick auf das Generieren von Gruppen zu verwenden.
     
  4. Beim Erstellen der DXF-Dateien ist darauf zu achten, dass die CAD-Zeicheneinheiten durch das Programm als Millimeter interpretiert werden.

  5. Die in der DXF-Datei aufscheinenden Koordinaten werden in doppelter Genauigkeit (double precision) eingelesen. Dies erlaubt eine Genauigkeit von höchstens 13 bis 15 Dezimalziffern beim Einlesen der Koordinatenangaben.
    Es ist daher empfohlen beim Speichern der DXF-Datei nur die tatsächlich für eine genaue Darstellung benötigte Zahl der Dezimalstellen auszuschreiben (typischerweise 7 bis 10).
    Wichtig: Von der in manchen Programmen voreingestellten Einstellung zum Ausschreiben von 16 Dezimalziffern wird strengstens abgeraten!

Erstellung von für den Import geeigneten DXF-Dateien

Aus dem oben Gesagten ergeben sich folgende Richtlinien zur Erstellung oder Überarbeitung von DXF-Dateien:

Neuerstellung einer DXF-Datei

  • Ausschließliche Verwendung von geschlossenen Polylinien mit achsenparallelen Seiten.
  • Schrägen bzw. Rundungen müssen abgestuft werden (als aschenparallele Linien)
  • Gruppierung der Polylinien nach Baustoffen (Wärmeleitfähigkeiten)
    entweder mittels gleicher Layer-Nummer
    oder mittels gleichen Linientyps
    oder mittels gleicher Linienfarbe.
    (wenn eine Baustoffliste angewendet wird, beachten Sie die gewählte Namenskonvention)
  • Gruppierung der Polylinien zur Generierung von Gruppen (sofern erwünscht)
    entweder mittels gleicher Layer-Nummer
    oder mittels gleichen Linientyps
    oder mittels gleicher Linienfarbe.
  • Die Zeichnung von überflüssigen Elementen bereinigen (z.B. Anwendungen des Befehls "_purge" im Acad).
  • Skalierung bei der Ausschrift der DXF-Datei in Millimetern ordern.
  • Beim Ausschreiben der DXF-Datei die geringste Zahl der Dezimalziffern die der genauen Koordinatendarstellung genügt wählen.

Überarbeitung einer bestehenden DXF-Datei

  • Überzeichnen des CAD-Bildes mit Polylinien.
  • Schrägen bzw. Rundungen müssen abgestuft werden (als aschenparallele Linien)
  • Gruppieren der Polylinien nach Baustoffen.
  • Gruppieren der Polylinien zur Generierung von Gruppen (optional).

Hinweis: Die Reihenfolge, in der die Polylinien in die DXF-Datei ausgeschrieben werden, ist nicht unbedingt identisch mit der Reihenfolge der CAD-Eingabe. Da die Reihenfolge der durch das Programm erzeugten Elemente aber der Reihenfolge der Polylinien in der DXF-Datei folgt, sollte von der durch das Programm angebotenen Möglichkeit des Überschreibens von Bauteil-Elementen durch nachfolgend eingegebene Elemente nicht Gebrauch gemacht werden! Gegebenenfalls ist das Umreihen (Vorreihen, Nachreihen) der Elemente in AnTherm erforderlich, um die gewünschte Überlappungsreihenfolge zu erhalten.

Hinweis: Typische Zeilenendungen einer Textdatei sollen beim Import gelesen werden können: Windows (CR LF) - Macintosh (CR) - Unix (LF).

Siehe auch: Import einer DXF Datei

 

 


 Wärmebrücken in 2D und 3D berechnen und untersuchen mit AnTherm®  

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2017-03-22 12:04 +0100